Kapitel 17 

Ich wurde wach als jemand eine Türe zuschlug. Kurz darauf klopfte es auch schon an meiner Türe. „Luna, kann ich rein kommen?“, hörte ich eine tiefe Stimme. „Ja, ist offen.“, sagte ich als ich mir den Schlaf aus den Augen rieb und mich langsam aufsetzte. Da stand auch schon Harry im Zimmer und schaute sich verwundet um. „Suchst du jemand?“, fragte ich verwirrt. „Uhmm, war Louis nicht hier?“ Louis… dass hatte ich schon fast vergessen, plötzlich sah ich die Bilder von gestern wieder vor meinen Augen und auch die Erinnerung an Nic kam zurück. Schon wieder stiegen mir Tränen in die Augen. Ich versuchte mich zusammenzureißen und sagte Harry, dass ich gerade erst aufgewacht bin, als jemand die Türe zugeschlagen hat. „Wie kommst du auf die Idee dass er hier sein sollte?“, fragte ich ihn. „Als er heute Morgen aufgewacht ist, wusste er von gestern rein gar nichts mehr. Auch nichts von dir, naja du weißt schon… Ich hab ihm alles erzählt und er war so wütend auf sich selbst. Ich hab ihn schon lange nicht mehr so erlebt. Er war schon richtig verzweifelt, weil er keine Ahnung hatte, wie er sich bei dir entschuldigen sollte, bis er sich schließlich doch auf den Weg in dein Zimmer gemacht hat. Und nach ungefähr zwanzig Minuten hat die Haustüre plötzlich geknallt.“ „Also wie gesagt, ich bin gerade erst aufgewacht, ich hab ihn nicht gesehen.“ „Er wird schon wieder kommen, wenn er wütend ist muss man ihn einfach alleine lassen, der reagiert sich wieder ab. Ich bin mal schnell duschen, ja?“ „Ja klar, du kennst dich hier ja aus.“, sagte ich, als Harry aus meinem Zimmer verschwand.

Gegen 18 Uhr war Louis immer noch nicht da. Harry und ich hatten die Zeit mit reden und rumalbern verbracht. Ich weiß nicht warum, aber ich hatte ein Gefühl der Vertrautheit, wenn er in meiner Nähe war. Sogar meine Schüchternheit konnte ich ablegen und einfach so sein wie ich bin. Er hatte das Talent mich immer zum Lachen zu bringen, indem er sich wie ein Fünfjähriger verhielt. Aber auch über ernste Themen wie meinen Vater, der uns einfach im Sich gelassen hatte, konnte ich mich mit ihm unterhalten.

„Er geht immer noch nicht ran.“, sagt Harry verzweifelt als wir wieder nur Louis Mailbox erreichten. „Und jetzt?“, fragte ich genauso ratlos wie er. „Okay, ich hab eine Idee. Ich versuche Johanna zu erreichen und erklär ihr dass ganze in einer harmloseren Version. Dann ruf ich Lous Dad an und frag ihn, ob die Kleinen noch eine Nacht dort bleiben können. Ich fahr schnell nach Hause und hol ein paar Sachen zum Übernachten. Dann bleib ich ein paar Tage hier, ist vielleicht eh besser wenn ich euch zwei nicht alleine lasse, falls Louis hier wieder auftaucht.“ „Danke Harry“, sagte ich leise und umarmte ihn. „Dass wird schon alles wieder“, flüsterte er mir ins Ohr als er mich noch immer in den Armen hielt.

Als er sich auf den Weg nach Hause gemacht hatte, begann ich das Haus aufzuräumen um auf andere Gedanken zu kommen. Als ich schließlich fertig war saß ich gelangweilt auf meinem Bett und mein Blick wanderte durch mein Zimmer. Da fiel mir mein Laptop auf. Ich war schon seit Ewigkeiten nicht mehr auf Facebook, bestimmt wartet Lena schon auf eine Antwort. Als ich mich eingeloggt hatte war ich von den vielen Erwähnungen und Nachrichten überrascht. Sogar 4 Neue Freundschaftsanfragen hatte ich. Ich musste lächeln als ich sah, dass sei von Lottie, Johanna, Lou und Harry waren. Auch die Nachrichten von meiner Mama und Lena haben mich riesig gefreut. Ich war überglücklich zu lesen, dann Lena mit nicht sauer war. Im Gegenteil sie wollte schnellst möglich ein Bild von Louis sehen. Typisch Lena… Doch bei den Erwähnungen verging mir mein Lachen wieder. Sie waren alle von meinen früheren Mitschülern und was ich lesen musste brachte mich erneut zu Tränen. An meiner Pinnwand standen lauter hasserfüllte Einträge, zwischen ein paar Einträgen von Lena, wie sehr sie mich vermisst. Warum? Warum hab ich verdient als „Schlampe“ bezeichnet zu werden? Warum hab ich es verdient gesagt zu bekommen, dass Leute froh sind mich nicht mehr sehen zu müssen? Warum hassen mich alle? Warum? Was zur Hölle hab ich ihnen angetan? Ich werde als Hure abgestempelt, weil ich kein Jungfrau mehr bin. Abgestempelt von 16-Jährigen, die ihre Freunde wechseln wie Kleider. Als Hure abgestempelt, obwohl ich nichts mal dafür kann. Abgestempelt weil ich von meinem Freund, den ich so liebte, vergewaltigt wurde. Als würde es mir nicht schon schlecht genug gehen. Ich bin doch verdammt noch mal schon ganz unten, aber sie drücken mich noch ein Stück tiefer, und noch ein Stück tiefer. Ich kann dass alles nicht mehr. Ich stand auf und lief zu meinem Koffer. Ich hatte alles ausgepackt, außer eine kleine Box… Ich nahm sie und lief ins Bad. Als ich in den Spiegel schaute, sah ich nicht mich. Dort stand ein Mädchen, das mir fremd geworden ist. Mit verlaufener Schminke, ein Mädchen, dass mit dem Strom schwimmt, ihre eigenen Bedürfnisse zurücksetzt um es anderen Recht zu machen, dass nicht mehr sie selbst ist, sondern eine Fremde. Ein Mädchen, das am Ende ist. Ich öffnete die kleine Box und wieder saß ich das Mädchen. Ich spiegelte mich in der Rasierklinge. Ich weiß gar nicht, warum ich sie überhaupt mitgenommen hatte. Das letzte Mal, dass ich mich ritzte ist schon über 10 Monate her. Aber ich konnte nicht anders, ich wusste nicht wohin mit den Gefühlen, mit der Verzweiflung, mit dem Hass. Ich zitterte und die Tränen liefen wie ein Wasserfall. Schluchzend setzte ich mich auf den Boden. Langsam legte ich die Kling an und fuhr mir langsam über die Haut. Schon als ich die ersten roten Tropfen meinen Arm herunterlaufen sah, wurde mein Herz ein Stück leichter… In meinem Gefühlschaos hatte ich aber nicht bemerkt, dass ich nicht mehr alleine im Haus war. „Luna? Ach hier bi-“ In der Türe stand Harry, bleich und mit großen Augen starrte er mich an.


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Kapitel 16 

Auch diese Seiten waren zerfleddert und von Tränen getränkt.

Liebes Tagebuch,

wie der eigentlich schönste Tag meines Lebens zu meinem schlimmsten wurde.

Du kannst dir nicht vorstellen, wie aufgeregt ich war, als ich gegen 8 endlich bei Nic angekommen war. Die ganze Woche hatte ich mich schon darauf gefreut und ich war mir so sicher, dass es was ganz besonderes werden würde. Nur wir zwei, seine Eltern waren übers Wochenende verreist. Aber schon als er vor mir stand hätte ich merken müsse, dass etwas nicht stimmt. Er schaute mich anders an, als er es sonst immer getan hatte. Sein Blick schweifte immer wieder von meinen Augen ab. Plötzlich fühlte ich mich total unwohl. Als wir dann beide auf dem Bett saßen, herrschte eine komische Stille. Dann legte er seine Hand auf mein Knie und ich konnte beobachten, wie sie immer weiter noch oben wanderte. Dann wurde auch mir klar, was er vorhatte. Aber ich wollte das nicht. Zumindest nicht so. Ich hatte es mir immer besonders vorgestellt. Aber vielleicht war das auch einfach nur eine dumme Vorstellung wie man sie immer in Filmen sieht. Als ich den Mut fasste, ihn zu fragen, ob wir damit noch warten könnten, spürte ich, wie sein Griff fester wurde. Ich versuchte seine Hand wegzudrücken verlor er seine Geduld. Er drückte mich auf Bett und kniete sich über mich. Ich fing an zu schreien. Er schrie mich an, beschimpfte mich und drückte mir ein Kissen ins Gesicht. Ich kam schließlich zu dem Punkt, als ich aufgab. Ich konnte nicht mehr dagegen ankämpfen. Ich war mir bewusst, dass er stärker war und ließ einfach alles über mich ergehen. Vor Schmerzen stiegen mir die Tränen in die Augen, er war alles andere als zärtlich und ich wollte einfach nur, dass es vorbei ist. Als er das Kissen von meinem Gesicht nahm, schaute er mir in die Augen und das einzige, was er sagt, war „Und jetzt verpiss dich, Schlampe“. Ich zog mich an, so schnell ich konnte und rannte. Ich rannte nur. Ich wusste nicht mal wohin, bis ich mich im Park wiederfand. Dorthin war ich schon immer geflüchtet. Ich wusste nicht mal wie lange ich dort geblieben bin. Als ich zuhause war, führte mein erster Weg ins Bad. Ich hatte den Drang zu duschen. Ich hatte jedes Gefühl für die Zeit verloren. Ich stand in der Dusche, bis ich zusammenbrach und dass Wasser  über mich rieseln lies. Ich weinte die ganze Nacht und konnte nicht schlafen. Jedes mal wenn ich meine Augen schloss sah ich ihn über mir und riss sie wieder auf. Und jetzt sitz hier, wach und schreib mir einfach alles vom Herzen, in der Hoffnung so wenigstens etwas zu verarbeiten.

Die dumm! Wie dumm kann man nur sein! Louis du bist der größte Idiot auf der ganzen scheiß Welt.  Alles wegen dir du bist schuld, dass sie sich genauso fühlt, wie sie es in dieser Nacht getan hat. Du ganz alleine und niemand anders. Ich schloss das Buch und verließ ihr Zimmer ohne mich bei ihr entschuldigt zu haben. Ich hatte so eine Wut auf mich selbst, wie ich sie noch nie auch nur für irgendjemand andern empfunden hatte. Ich rannte aus dem Haus und setzte mich ins Auto. Wie Luna, fuhr ich einfach nur die Straßen entlang. Ich hatte kein Ziel ich wollte einfach nur weg ich hasste mich selbst, für dass was ich getan hatte. Und wie ich mich hasste…

(Source: miss-stylinson)



Trust - Kapitel 15 

Kapitel 15

Louis P.O.V

Verschlafen schlurfte ich in Richtung Küche wo Harry schon am Tisch saß. „Morgen“, sagte ich noch immer müde. Keine Antwort, ich drehte mich zu Harry um, der nur verloren in seine Tasse Kaffee schaute. Naja, er wird wohl einen Kater haben, genauso wie ich. Mein Kopf brummte noch immer von gestern. Stöhnend setze mich zu Harry an den Tisch, der mich noch immer nicht angeschaut hatte. „Gott mein Kopf, so einen Kater hatte ich schon lange nicht mehr und ich kann mich echt an null erinnern.“ Plötzlich spuckte Harry seine Kaffee wieder aus. „Da bin ich ja froh, dass ich nicht der einzige bin, der heute Morgen nichts runter bekommt.“, sagte ich lachend. „Verdammt Louis, bist du eigentlich bescheuert? Sitz hier und lachst dumm und gestern hättest du fast Luna vergewaltigt!!“ Mein Lachen verschwand und erstarrt schaut ich Harry an, der inzwischen vor lauter Wut aufgestanden ist und mich ansah, wie er es noch nie getan hatte. „Ich hab… ich hab was?“, bekam ich stottert heraus. „Du hast schon richtig gehört! Du warst so besoffen, dass ich dich schon fast heimtragen musste, sei froh, dass keine Fans mehr vor der Türe waren. Ich wollte dich aufs Sofa legen, da lag aber schon Luna. Sie muss wohl beim Fernsehen eingeschlafen sein. Und dann… man Louis du warst plötzlich nicht mehr Louis. Erst hast du ihr an den Hintern gelangt, dann wolltest du sie ausziehen und ein Satz geht mir schon seit gestern nicht mehr aus dem Kopf …. „Du kannst sie ja morgen haben! Heute Nacht bin ich dran!“ Dein Kommentar als ich dich davon abhalten wollte.“

Vor lauter Scham konnte ich Harry nicht mehr in die Augen schauen. Ich stütze mich mit meinen Ellenbogen auf dem Tisch ab, legte meinen Kopf in meine Hände und fuhr mir mit ihnen durch meine Haare. Plötzlich überkam mich eine Wut. Eine Wut über mich selbst. Ich hasse mich selbst dafür, weil ich wusste, dass das nicht ich bin. Schon wenn irgendein Typ eine meiner Schwestern nur komisch anschaute würde ich ihn am liebsten sofort zur Rede stellen und ihm klar machen, dass er sich nicht trauen soll ihnen auch nur ein Haar zu krümmen und jetzt? Jetzt bin ich derjenige, der fast ein Mädchen missbraucht hat…

Harry muss wohl bemerkt haben, wie ich mich fühlte. Er ist mein bester Freund und ich bin mir sicher, dass auch er weiß, dass ich das nicht bin. „Hör mal zu, ich weiß, dass du nicht so bist weil ich dich schon seit Jahren kenne. Aber Luna kennt dich erst sein einem Monat, also klär das mit ihr, ja?“, sprach Harry mir zu und klopft mir ein paar mal auf die Schulter. „Ich kann da nicht einfach hoch gehen nach dem Motto `Hey Luna, sorry dass ich dich gestern fast vergewaltigt habe, normal bin ich nicht so` Harry, ich hab keine Ahnung wie ich das wieder gut machen soll.“ „Sorry Lou, dabei kann ich dir echt nicht helfen, ich hab keine Ahnung wie man sowas wieder gut macht. Rede einfach mit ihr erklär ihr alles, viel mehr kannst du nicht tun und dann schau weiter, wie sie reagiert.“

Langsam stand ich auf und machte ich auf in die Richtung von Lunas Zimmer. Mein Herz klopfte wie wild und ich hatte noch immer keine Ahnung, wie ich ihr das alles erklären soll.“ Als sie auf das Klopfen an ihrer Türe nicht reagierte, öffnete ich die Türe einen Spalt. Da lag sie mit verlaufener Schminke in ihrem Bett und schlief noch immer. Leise setzte ich mich auf ihren Stuhl und begann mir zu überlegen, wie ich ihr das alles erklären sollte, als mir ein aufgeschlagenes Buch auf ihrem Schreibtisch auffiel. Als ich es ihn meiner Hand hielt, sah ich dass es nicht nur ein Buch, sondern ihr Tagebuch ist. Die blaue Tinte war verlaufen, wahrscheinlich von Tränen. Ich weiß, dass ich es nicht lesen sollte, aber ich wollte wissen, was sie zum Weinen bracht, als sie den Eintrag schrieb. Doch als ich sah, dass der Eintrag von gestern war, wurde mich auch klar, dass ich derjenige war, der sie zum Weinen gebracht hatte.

Warum ich? Warum immer ich? Reicht es nicht, dass ich diese ganze Scheiße schon einmal durch gemacht habe? Musste mir das ganze jetzt fast nochmal passieren? Gerade hatte ich alles verdrängt doch jetzt ist alles wieder zurück. Ich sehe genau wie Nic über mir kniet, mir meinen Mund zuhält und meine Arme fest in das Bett drückte. Alles ist zurück! Wirklich alles! Ich dachte ich lass alles hinter mir wenn ich hier her komme. Aber er 23.07.11 wird mich wohl mein ganzes Leben verfolgen.“

Mir stiegen die Tränen in die Augen und ich hasste mich noch viel mehr als ich es ohnehin schon tat. Zitternd blätterte ich nach vorne und kam am 23.07.11 zu stehen. Ich wusste, es ist falsch, aber ich musste wissen was ihr geschehen war, auch wenn ich es schon so gut wie wusste. Ich wollte es nicht wahrhaben…


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Trust - Kapitel 14 

Harry’s P.O.V

Sie reagierte nicht. Ich klopfte noch einmal

„Du musst mir nicht aufmachen, ich dachte nur, wenn du jemand zum Reden brauchst oder nicht alleine sein willst… also… ich bin im Wohnzimmer.“

Naja, vielleicht will sie einfach ihre Ruhe, dachte ich mir, als sie immer noch nichts von sich hören lies. Also machte ich mich auf den Weg ins Wohnzimmer. Dort schob ich die zwei Sofas zusammen und bezog sie mit einer Decke, die ich gefunden hatte. Dann knipste ich das Licht aus, legte mich in mein frisch gemachtes „Bett“ und deckte mich mit deiner großen dicken Decke zu.

Doch ich konnte nicht schlafen. Mit offenen Augen starrte ich Löcher in die Decke. Mir ging die Szene mit Louis und Luna von gerade eben einfach nicht aus dem Kopf. Ich weiß nicht was es war, aber ich hatte das Gefühl, dass Luna etwas Schlimmes erlebt haben musst, so wie sie geschaut hat. In ihrem Gesicht konnte ich Angst und Panik sehen und ich glaube nicht, dass es nur daran lag, dass Louis ihr an den Hintern gefasst hat. Sie muss sich an irgendetwas erinnert haben. Vielleicht sollte ich doch nochmal nach ihre schauen… Da hörte ich, wie jemand durch die Küche in Richtung Wohnzimmer lief. Als ich mich aufrichtete, stand Luna in der Türe. Mit zerzausten Haare, einer weiten Jogginghose und einem großen T-Shirt stand sie da.

„Harry? Steht dein Angebot noch?“, fragte sie leise. An ihrer zerbrechlichen Stimme konnte ich erkennen, dass sie immer noch weinte.

„Ja klar, wenn du willst kannst du dich zu mir setzen.“, antwortete ich und setze mich mit dem Rücken gegen sie Sofalehne.

Still setzte sie sich neben mich. Im Schein, der von dem großen Fenster von außen in das Wohnzimmer, konnte ich sehen, wie ihr eine Träne die Wange herunterlief und sie leicht zitterte. 

Ich nahm die Decke, die über mir lag und deckte sei damit zu.

„Luna? Was ist passiert als du noch in Deutschland warst? Ich habe gesehen, dass etwas nicht mit dir stimmt.“

Vielleicht war es doch keine gute Idee, sie schon danach zu fragen, denn plötzlich fing sie wieder an bitterlich zu weinen und zu schluchzen. Sie kam mir plötzlich so vertraut vor. Wie sie dort neben mir saß, zitternd, weinend und so zerbrechlich, tat sie mir so leid.  Ich legte meinen Arm um ihre Schulter und zog sie näher an mich heran.

„Shhh… ganz ruhig. Wein dich ruhig aus. Du kannst mir alles später erzählen, wenn du willst.“, flüsterte ich und strich ihr immer wieder langsam über die Haare. Inzwischen hatte sie ihren Kopf auf meinen Brustkorb und ihre Hand auf meinen Bauch gelegt. Ich merkte, wie sehr sie nun jemand brauchte, der sie stütze, denn sie klammerte sich fest an mich.

„Alles wird gut.“, sagte ich leise.

Ich weiß nicht, wie lange wir so dort saßen. Wir redeten nicht. Zur Beruhigung strich ich ihr immer wieder über die Harre und den Rücken, bis sich ihr Atem wieder beruhigte und sie aufhörte zu weinen.

„Luna?“, flüsterte ich so leise wie möglich. Doch sie antwortete mir nicht. Als ich nach unten schaute, sah ich dass ihre Augen geschlossen waren. Sie muss wohl eingeschlafen sein. Ich wollte sie nicht aufwecken. Also nahm ich sie auf die Arme, mit einem Arme an ihrem Rücken, den anderen unter ihren Knien. So brachte ich sie nach oben, legte sie sanft in ihr Bett und deckte sie zu. Sie schlief friedlich weiter. Ich strich ihr eine Strähne, ihrer lange braunen Haare aus dem Gesicht. Ich hatte das Gefühl, sie beschützen zu müssen, wie ein großer Bruder. Zu wissen, dass sie jemand so sehr verletzt hatte, tat mir weh und ich wollte so etwas nicht noch einmal zulassen. Ich küsste sie auf die Stirn und verlies ihr Zimmer.


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Trust - Kapitel 13 

Luna’s P.O.V.

Erschrocken sprang ich auf und schaute mich ängstlich um. Ich konnte nicht viel erkennen, da es dunkel war und ich nur Umrisse von Möbeln durch den Schein des Fernsehers sehen konnte. Ich war wohl beim Filmschauen eingeschlafen.

Als sich meine Augen etwas an die Dunkelheit gewohnt hatten hörte ich zwei Stimmen. Das gibt’s doch nicht! Jetzt bin ich nach einem Monate zum ersten Mal alleine zu Hause und wird direkt von Einbrechern überrascht. Und jetzt? Okay wenn ich einfach so tue als wäre ich gar nicht da, gehen sie vielleicht wieder ohne mich zu kidnappen. Oder ich flüchte aus der Terrassentüre und warte bis sie wieder weg sind. Gerade wollte ich aufstehen da hörte ich Gekicher, das immer näher kam. Okay jetzt bin ich erledigt. „Hihi, schau mal Harry … Das Einhorn da vorne. Ui ist das schön. Kannst du es mal fragen, ob es bei uns wohnen möchte?“, hörte ich jemand fragen. Dann wurde mir klar, dass es keine Einbrecher waren. Louis Stimme habe ich sofort erkannt…

„Mach ich Louis. Versprochen.“

Die andere Stimmer musste wohl zu seinem Freund Harry gehören. Als ich aufstand kamen die beiden auch schon um die Ecke aus der Küche gelaufen. Naja, wenn man es laufen nennen kann. Harry trug Louis schon fast. Er hatte Louis Arm über seine Schulter gelegt und hielt ihn mit einer Hand an der Hüfte. Als Harry aufschaute trafen sich unsere Blicke und mein Herz schlug schneller. Wieso müssen alle Jungs hier so verdammt gut aussehen? Seine braunen Locken hingen ihm in sein Gesicht.

„Hey, ich bin Harry.“, sagte er und lies Louis los, um mir die Hand zu geben.

„Luna…“, mehr brachte ich nicht heraus.

„Luna… schöner Name.“, sagte er und seine Lippen formten sich zu einem Lächeln. Nicht nur irgendein Lächeln… Die Grübchen in seinen Backen, machten sein Gesicht nur noch perfekter. Sein Lächeln und die blau-grünen Augen kamen mir bekannt vor, aber ich konnte sie nicht zuordnen.

Erst als Louis auf mich zuschwankte löste ich meinen Blick von ihm.

„Hey, ich bin Louis.“, lallte er und umarmte mich.

Ich musste lachen. Er war wohl schon so betrunken, dass er nicht mal mehr wusste, dass wir uns schon kannten.

„Ja, ich weiß Louis. Wir wohnen in einem Haus.“, sagte ich lachend.

Aber plötzlich verging mir mein Lachen. Ich bemerkte, wie seine Hand von meinem Rücken aus tiefer wanderte, bis sie schließlich auf meinem Hintern zum ruhen kam.

Okay, ganz ruhig Luna. Er wird dir nichts tun. Er ist nur etwas betrunken. Kein Grund zu Sorge.

Harry musste wohl meinen Gesichtsausdruck gesehen haben, als er sagte: „Hey Louis, komm du hast getrunken. Geh pennen!“

„Ach was, ich bin fast nüchtern.“

Er nähert sich mir wieder und ich sah, wie sein Blick von meinen Augen weiter nach unten wanderte.

Wie angewurzelt stand ich da, als er anfing, den obersten Knopf meiner Bluse zu öffnen.

„Louis . Lass das!“, sagte ich, doch er dachte wohl gar nicht daran aufzuhören.

„Hör auf! Ich will das nicht.“, sagte ich nun lauter und versuchte ihn wegzudrücken.

„Hab dich nicht so. Ich hab doch noch gar nicht angefangen.“, entgegnete er mir und packte ich an den Armen.

„Lou! Es reicht. Lass sie jetzt, sie will nicht.“, mischte sich plötzlich Harry ein.

„Klappe! Du kannst sie ja morgen haben! Heute Nacht bin ich dran!“, zischte er ihm zu und wand sich wieder an mich.

Ich hab ihn noch nie so erlebt, Harry wohl auch nicht, denn dieser starrte ihn nur verwundert an. Der alte, liebevolle Louis, der mit seinen Schwestern Fangen spielt, war verschwunden. Der Louis, der gerade versucht mich gegen meinen Willen auszuziehen, war total gefühlskalt und unsensibel. Als er mir noch näher kam wusste ich mir nicht mehr zu helfen und schlug ihn mit meiner flachen Hand so stark ich konnte auf seine Wange.

„Bist du bekloppt oder was? Ich bin doch kein Gegenstand zum weiterreichen. Hör jetzt sofort auf!“, schrie ich ihn unter Tränen an.

Als Harry den Ernst der Lage begriffen hatte, packte Louis und zog ihn von mir weg.

„Alter, was ist in dich gefahren. Hast du sie noch alle? Schlaf deinen Rausch aus und trink nächstes Mal nicht so viel wenn du dich nicht unter Kontrolle hast! Du bist doch sonst nicht so!“, hört ich Harry noch schreien, als ich dir Treppen nach oben in mein Zimmer rannte. Ich konnte die Tränen nicht mehr zurückhalten. Schnell schloss ich die Türe ab und lehnte mich mit dem Rücke dagegen.

Plötzlich strömten alle Erinnerungen an den schlimmsten Tag meines Lebens zurück in meinen Kopf.

Mir liefen die Tränen die Wangen herunter, wie ein Wasserfall und ich konnte nicht aufhören zu schluchzen. Langsam sank ich auf den Boden, als mir auffiel, dass ich die Erinnerung wohl doch nicht verarbeitet hatte, sondern einfach nur verdrängt.

Und da waren sie wieder. Alle Details und alle Schmerzen.

Und da lag ich. Zusammengerollte auf dem Boden. Mit meinen Armen umklammerte ich fest meine Beine und weinte immer noch.

Da klopfte es an meiner Türe.

„Hau ab!“, schrie ich und schluchzte auf ein Neues.

„Luna? Ich bin‘s, Harry. Keine Angst Louis schläft. Willst du mir aufmachen?“, hört ich ihn leise sagen.


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Trust - Kapitel 12 

Luna‘s P.O.V.

Als Louis gegangen war machte ich es mir mit den Mädels auf der Couch bequem und wir schauten uns einen typischen Mädchenfilm an. Aber ich konnte mich nicht auf den Film konzentrieren. Mir ging Louis Stimme einfach nicht aus dem Kopf. Wie er vorhin neben mir saß und gesungen hat, als hätte er noch nie etwas anderes getan. Wenn ich daran dachte, wie er seinen Arm um mich gelegt hatte, als ich ihm von meiner Vergangenheit erzählt habe, wurde mir ganz warm. Ich hab mich doch nicht verliebt oder? Bitte nicht. Jungs sind zurzeit das letzte was ich gebrauchen kann. Zu oft wurde ich in letzter Zeit enttäuscht und verletzt. Ich glaube es tat mir einfach gut, mich jemanden zu öffnen, auch wenn es nur eines der kleinsten meiner Geheimnisse war…

Ich wurde aus meinen Gedanken an Louis gerissen, als es nun schon zum 6 mal an der Türe klingelte und ich lautes Geschrei hörte.

„Also ich werde jetzt echt mal schauen, wer da andauernd klingelt. Ich bin gleich wieder da.“, sagte ich schließlich genervt von dem Klingeln, als ich gerade am Aufstehen war.

„Nein, nein. Bleib du bloß sitzen! Ich werde nachschauen. Es werden bestimmt nur welche von dem Straßenfest nebenan sein.“, sagte Lottie und rauschte an mir vorbei.

Ich saß mich wieder auf die Couch, als ich leise hören konnte, wie Lottie die Türe öffnete. Für ein paar Sekunden hörte ich lautes Geschreie und Geklatsche. Dann ging die Türe wieder zu.

Lottie’s P.O.V.

Ich öffnete die Türe und sah hunderte von Mädchen vor unserer Haustüre. Plötzlich fingen sie alle an zu schreien. Schnell schloss ich die Türe wieder hinter mir, bevor Luna noch etwas mitbekommt.

„Oh mein Gott!! Das ist Lottie! Louis‘ kleine Schwester!“, schrie eine der Mädchen.

„Lottie!!! Ist Louis nicht da?“, schrie mir eine andere entgegen.

Bei dieser Lautstärke verstand man kaum was. Die Mädchen mussten wohl meinen Gesichtsausdruck gesehen haben, als sie sich etwas beruhigten und ihnen auffiel, dass ich mit der Situation ganz schön überfordert war.
„Seid mal kurz leise ihr Hühner!“, schrie dann ein Mädchen mit kräftiger Stimme und wand sich an die anderen Fans. „Ihr werdet sie nicht verstehen, wenn ihr so weiter schreit!“, beendete sie ihren Satz. „So jetzt… denkst du es ist möglich, dass Lou kurz nach draußen kommt?“, fragte sie freundlich.

„Ich … ehm… also er würde sicher gerne kommen. Aber ist gar nicht mehr zu Hause. Er hat sich schon vor Stunden mit alten Freunden verabredet und wird dort wahrscheinlich auch die ganze Nacht bleiben. Es tut mir Leid.“, antwortete ich und schaute in viele enttäuscht Gesichter.

„Naja gut… Dann kann mal wohl nicht machen. Wir werden euch nun eure Ruhe lassen, aber könntest du deinem Bruder vielleicht sagen, dass wir einige Briefe für ihn im Briefkasten gelassen haben? Danke Lottie und sorry für die Störung.“ entschuldigte sie sich und lächelte mich an.

„Kein Problem, würde Justin Bieber hier in der Nähre wohnen, wär ich auch schon lange nicht mehr hier. Ich versteh euch also ganz gut.“, lachte ich und auch die andern mussten schließlich lachen.

„Also, ich muss dann wieder. Ich werde Louis sagen, dass eure Briefe im Briefkasten sind.“, sagte ich lächelnd und schloss erleichtert die Türe hinter mir. Okay, dass wäre fürs erste mal erledigt.

Da kam mir auch schon eine aufgebracht Luna entgegen.

„Da bist du ja. Ich dachte schon diese verrückten Party-Menschen haben dich mitgenommen.“, lachte sie.

„Nein quatsch. Ich kann mich wehren, keine Angst. Ich habe ihnen klar gemacht, dass sie nicht mehr klingeln brauchen, du wirst also deine Ruhe haben, wenn wir dann auch weg sind.“, da musst sie auch lachen.

„Ich werde mich bestimm langweilen hier alleine. Aber ich habe meinen Freund, den Fernseher… Wann kommt den euer Dad und holt euch ab?“, fragte sich sie. Als wir wieder auf dem Weg ins Wohnzimmer waren.

„Um 19 Uhr, also in…“, schnell schaute sie auf ihre Armbanduhr. „… 3 Minuten.“.

Da klopfte es auch schon an der Terrassentüre.

„Daddy!!!“, schrien sie plötzlich alle und liefen zur Türe.

Als ihr Vater schließlich in der Wohnung stand sprangen sie alle auf ihn. Wir unterhielten uns kurz und er versprach mir die Kleinen morgen pünktlich um 16 Uhr wieder vorbeizubringen. So musste ich schon nicht durch Doncaster irren. Als er schließlich alle Koffer verstaut hatte machen sie sich auf den Weg und ich kuschelte mich wieder aufs Sofa und schlief auch schon bei der nächsten Schnulze ein. Bis mich mitten in der Nacht plötzlich ein klirren aus dem Schlaf riss…


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Trust - Kapitel 11 

Luna’s P.O.V

Noch immer unbeobachtet schloss ich leise die Türe und lies die 5 wieder alleine. Ich machte meine Musik an und setze mich aufs Bett. The Fray, wie ich diese Band liebe. Schon seit ich denken kann höre ich ihre Lieder und sie werden nie langweilig.

Es waren Momente wie diese gerade eben, in denen ich mir einfach nur eine heile Familie wünschte. Ich hab die beste Mutter der Welt, keine Frage, und dass ich meinen Erzeuger nicht kenne, macht mir auch nicht sonderlich viel aus. Er muss ein ziemlicher Idiot gewesen sein, immerhin hat ein meine Mutter sitzen lassen. Aber was ich mir wirklich wünsche, ist eine Schwester oder ein Bruder.

Schon immer habe ich meine Freunde um ihre Geschwister beneidet. Ich würde alles geben, für ein große Schwester, der man alles anvertrauen kann, einen großen Bruder der einen vor allem und jedem beschützt oder jüngere Geschwister, mit denen man wieder Kind sein kann. Vielleicht finde ich ja hier so etwas. Ich hätte nie gedacht, dass mich die Kleinen so schnell akzeptieren. Schon jetzt habe ich sie so sehr in mein Herz geschlossen, dass mir der Gedanken an den Abschied, der irgendwann kommen wird, weh tut. Sie sind einfach etwas Besonderes. Mit allem was sie tun, zaubern sie mir ein Lächeln ins Gesicht. Nach jedem Gute-Nach-Kuss, habe ich das Gefühl, dass es doch noch Menschen gibt, die froh sind mich zu haben. Zum ersten Mal seit langen fühle ich mich wohl und gebraucht. Und auch Louis habe ich wohl falsch eingeschätzt. Aber welchen ersten Eindruck hätte ich bekommen sollen, wenn die ersten Worte, die wir gewechselt haben sind, ob ich ein Autogramm möchte? Aber das war wohl ein Missverständnis, ich werde ihn schon noch danach fragen, wenn wir uns erst mal noch besser kennen gelernt haben.

Nachdem ich gesehen habe, wie er mit seiner Familie umgeht, habe auch ich gemerkt, dass er ein ganz anderer ist. Seine Familie muss ihm wirklich sehr viel bedeuten, dass hat mir alleine die Umarmung gerade eben gezeigt.

Plötzlich riss mich ein Klopfen an meiner Türe aus meinen Gedanken.

„Luna, kann ich kurz reinkommen?“, hörte ich eine tiefe Stimme vor meiner Türe.

„Ja, es ist offen.“, antwortete ich.

„Hey…“, sagte er setzte, zog den Schreibtischstuhl von Tisch weg und setzte sich auf ihn, gegenüber von mir.

„Hi…“, sagte ich schüchtern und schaute auf den Boden.

„It’s always have and never hold. You’ve begun to feel like home…”, begann er plötzlich zu singen.

Erstaunt schaute ich auf. Mit großen Augen starrte ich ihn an. Noch nie in meinem Leben habe ich so eine angenehme und schöne Stimme gehört. Da saß er auf einem Stuhl und sang wie ein Engel. Als er aufhörte zu singen und mich anschaute, konnte ich meinen Blick nicht von ihm wenden.

„Du… du hast eine außergewöhnliche Stimme, Lou.“, bekam ich noch heraus.

„Was meinst du mit ‘außergewöhnlich‘?“, verwirrt schaute er mich an.

„Außergewöhnlich gut… um ehrlich zu sein fehlen mir die Worte um es dir genauer zu erklären.“, sagte ich schüchtern und lachte.

„Danke Luna.“, sagte er schließlich.

„Gerne, es ist mein Ernst, deine Stimme ist wirklich unglaublich.“

„Ich meine nicht nur für das Kompliment eben.“, er machte eine kurze Pause und schaute in mein ratloses Gesicht. „Ich bin dir wirklich dankbar, dass du hier bist. Du bist meiner Mutter eine große Hilfe und die Kleinen lieben dich jetzt schon. Weißt du, es war nicht leicht in letzter Zeit für uns alle. Unsere Eltern haben sich getrennt und dann bin auch ich noch ausgezogen. Für alle war das nicht einfach und ich hoffe, dass du noch etwas bei uns bleibst. Vor allen meine Schwestern würden dich sehr vermissen.“, er lächelte mich an.

„Nein, ich bin froh hier zu sein. Ich kann mir vorstellen wie ihr euch gerade fühlt. Naja gut nicht direkte aber ich lebe auch ohne Vater, er ist schon vor meiner Geburt abgehauen …“, sagte ich leise.

„Das tut mir Leid… Kennst du ihn? Oder hast du ihn schon mal gesehen?“, fragte er.

Ich schüttelte nur den Kopf und schaute nach unten.

Ich spürte eine Hand auf meiner Schulter, als sich das Bett senkte. Louis saß nun neben mir und fragte nicht weiter, wofür ich ihm dankbar war.

„Und du? Warum wohnst du nicht mehr hier?“, fragte ich ihn und schaute zu seinem Gesicht auf.

„Das … ehmm… das ist eine lange Geschichte. Ich werde sie dir morgen erzählen, versprochen. Aber ich muss jetzt los. Ich habe mich noch mit ein paar alten Freunden verabredet. Also wunder dich nicht, wenn wir heute Nacht irgendwann heimkommen. Mein bester freund Harry schläft noch hier, ich hoffe das ist für dich in Ordnung, also auf der Couch natürlich.“, sagte er lachend und stand auf.

„Ne, ist kein Problem. Viel Spaß euch.“, sagte ich

Er wollte gerade gehen, als er sich noch einmal umdrehte und sagte: „Außerdem könnte es nachher ein bisschen lauter werden. Neben an feiern unsere Nachbarn heute ein Straßenfest. Wenn‘s klingelt einfach nicht aufmachen, dass werden eh nur irgendwelche Betrunkene sein.“

„Alles klar Big Boss. Nun mach schon, du kommst noch zu spät!“, sagte ich und er grinste. Etwas später hörte ich die Terrassentüre zuschlagen, warum er durch den Hintereingang geht muss ich wohl auch nicht verstehen… 


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Trust - Kapitel 10 

Währenddessen: Lunas P.O.V

Nachdem ich nun endlich etwas Freizeit hatte, beschloss ich mal wieder meine Mails und Facebook zu checken… 5 neue Nachrichten. Was?! Ich dachte es wär nicht einmal jemandem aufgefallen, dass ich nun schon seit 3 Wochen nicht mehr zu Schule ging. Als ich aber meine Nachrichten öffnete, sah ich, dass alle von Lena waren. Oh Gott, sie scheint sich wirklich Sorgen zu machen. Nacheinander las ich jede Nachricht.

„Hey, kommst du morgen wieder in die Schule?“

„Okay, dass hat sich wohl geklärt :D Melde dich doch mal bei mir. Hab dich lieb.“

„Luna? Wo bleibst du? Zuhause kann ich dich auch nicht erreichen. Ich mache mir so langsam echt Sorgen!!!“

„Warum macht bei euch zuhause denn niemand die Türe auf? Ich wollte dich heute besuchen kommen und mal nach dir schauen, außerdem häufen sich hier schon deine Blätter, die ich dir noch von der Schule geben muss ^^ Ruf mich bitte an, ja?

„Sag mal, bekommst du meine Nachrichten nicht oder was ist los? Ich hoffe es ist nichts Schlimmes passiert! Ruf mich sofort an, wenn du das liest. Ich sterbe schon vor Sorge, immerhin hab ich seit fast 3 Wochen nichts von dir gehört!“

Das klingt gar nicht gut. Ich hätte mich wirklich früher melden sollen. Aber es war doch alles so kompliziert in letzter Zeit und es war auch noch nicht mal sicher, dass ich hier bleibe. Also machte ich mich daran ihr zu antworten:

„Hey Lena,

Es tut mir total Leid, dass ich mich jetzt erst melde, aber es ist einiges passiert in letzter Zeit. Erst einmal muss ich dir etwas beichten, ich bin nicht krank und ich war auch nicht krank. Zumindest nicht so wie ihr es alle gedacht habt. Meine Gedanken haben mich krank gemacht. Ich habe es in Deutschland  einfach nicht mehr ausgehalten und bin für eine Woche zu meiner Tante Sue nach England gereist. Naja, hier habe ich dann auch gemerkt, dass ich nicht mehr nach Hause will. Es liegt nicht an dir, mach dir keine Sorgen. Ich werde dir alle Gründe für mein Gehen noch erklären, wenn ich soweit bin. Aber erst muss ich das selbst mal verarbeiten und realisieren. Bitte mach dir keine Sorgen um mich. Ich lebe jetzt bei einer Familie mit 4 kleinen Mädchen, auf die ich aufpasse, so zusagen als Au-Pair. Außerdem haben sie einen älteren Bruder, der wirklich gut aussieht, aber das ist wieder eine andere Geschichte. Ich weiß noch nicht wie lange ich hier bleibe. In 4 Wochen komme ich auf jeden Fall für über die Pfingstferien für 6 Tage zurück. Ich hoffe du kannst mir verzeihen.

P.S.: Bitte behalte für erst mal alles für dich, danke. Lena“

Wie kann man nur so eine schlechte Freundin sein, wie ich? Aber ich bin froh, dass Lena endlich Bescheid weiß.

Plötzlich hörte ich vor meinem Zimmer lautes Geschrei und Gelächter. Neugierig machte ich meine Türe einen Spalt auf.

„Wer ist hier langsam?“, sagt Louis, der über Lottie kniete und sie durchkitzelte, rhetorisch.

„Du, haha. Louis du bist langsam. Haha nicht, hör auf mich zu kitzeln.“, sagte sie unterbrochen von Lachanfällen.

„Ich denk gar nicht daran! Wenn du dich mit mir anlegst, musst du damit rechnen!“, antwortete er und kitzelte sie weiter.

„Haha… Fizz, Daisy, Pheobe!!!!!! Ich brauch eure Unterstützung.“, schrie sie verzweifelt.

Da kamen die drei auch schon Treppe herauf gestürmt und warfen sich auf Louis.

„Gib auf Lou. Gegen uns hast du eh keine Chance.“, schrie Fizz, packte ihn am Fuß und zog ihn nach hinten.

„Ja genau Lou! Gib auf du Schwächling.“, lachte Pheobe und zog mit Unterstützung ihrer Zwillingsschwester am andern Bein, bis Louis schließlich aufgab.

„Okay, okay. Ihr habt Recht. Ich ergebe mich.“, hörte ich Louis plötzlich sagen.

Alle anderen schrien glücklich über ihren Triumpf und umarmten ihn schließlich.

„Ich bin froh, dass ich wieder zuhause bin. Ich habe euch sehr vermisst, meine Hübschen, wirklich.“, sagte er. Und ich konnte sehen wie ernst es ihm war. Es war nicht einfach eine Umarmung. Er wollte sie gar nicht mehr loslassen. Mit geschlossenen Augen genoss er es einfach, seine Geschwister in den Armen zu halten.


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Trust - Kapitel 9 

Louis‘ P.O.V

„So ihr Hübschen hört mir mal kurz zu.“, begann ich, als sich alle 4 versuchten auf meinen Schoß zu quetschen. „Ich muss jetzt los, aber ich komme heute Abend wieder, Luna ist ja da und passt auf euch auf. Aber ihr müsst mir was versprechen, ja?“, alle nickten und schauten mich mit großen Augen an. „Luna weiß nicht, dass es One Direction gibt, also weiß sie auch nicht, dass ich so zu sagen berühmt bin. Ich werde es ihr morgen sagen, bis dahin dürft ihr es ihr nicht verraten, okay?“, ich schaute sie mit einem fragendem Blick an. „Aber warum erst morgen Lou?“, fragte Pheobe neugierig, sie brannte nur so darauf Luna die Neuigkeit zu erzählen. „Weil es eine Überraschung werden soll okay? Also kein Wort über 1D zu ihr, Pinky Promise?“, fragte ich und streckte ihnen meine beiden kleine Finger entgegen. „Pinky Promise!!“, reifen sie gleichzeitig, hakten sich ein und lachten. „Also gut, dann spielt mal weiter. Und Daisy, dir soll ich noch einen Kuss von Niall geben“, sagte ich und küsste sie auf die Wange. Sie wurde ganz rot und grinste über beide Ohren „Ahhhhhhh, ich wusste, dass er in mich verknallt ist! Ich wusste es!“ Lachend wand ich mich zu Lottie. „Na große, alles klar?“ „Alles bestens, Lou. Du weißt nicht, wie froh ich bin, dass du mal wieder hier bist. Du fehlst mir sehr. Es tut mir so weh dich andauert nur auf Fotos mit fremden Leuten im Internet zu sehen, dabei gehörst du doch eigentlich hierher, zu uns.“, sagte sie mit Tränen in den Augen. Ich nahm sie in die Arme, drückte sie fest und küsste sie auf die Haare. „Es tut mir Leid Schatz. Ich vermisse euch auch. Sehr sogar, und ich hoffe du weißt, wie gerne ich hier bin und dass ich so gerne öfters hier wäre. Ich verspreche dir, dass ich euch jetzt öfters besuchen komme, wo die Tour vorbei ist.“, antwortete ich in Tränen. Erst seit ich so selten bei meiner Familie bin, habe ich gemerkt, wie viel sie mir eigentlich bedeutet. Es muss hart für alle hier sein, nachdem sich Mum und Dad getrennt haben und dann auch noch ich gegangen bin. „Ich hab dich lieb Lou.“, schluchzte sie und versuchte etwas zu lächeln. „Ich dich nicht, eigentlich bin ich doch ganz froh dich so selten zu sehn.“, sagt ich mit einer ernsten Miene. Sofort löste sie sich aus meiner Umarmung und starrte mich entsetzt an. Als sie mein Grinsen sah lachte sie und schnappte sich das nächste Kissen, dass auf der Couch lag. Kaum hatte ich realisiert was sie vorthatte, traf es mich auch schon im Gesicht. Brüllend rannte ich ihr durchs ganze Haus hinterher. Sie rannte lachend die Treppe hoch und schrie noch: „Na, dein Alter macht dir ganz schön zu schaffen! Du warst auch schon mal schnell Bruderherz!“ „Na warte“, rief ich die Treppe hoch und machte mich bepackt mit Kissen auf den Weg nach oben. 


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Anonymous :"hast du dein url geändert?"

Schon vor ganz langer Zeit ich war ursprünglich mal 1dfanficger.tumblr.com :) Aber falls du dich wunderst, weil alle post weg sind, ich hab beschlossen nochmal von vorne anzufangen :) Aber die FanFic bleibt :) xx


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